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Krauthausen in Thüringen

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Geschichtliches: 
 
Blick auf Krauthausen (ca. 1935)
 
Chronik von Krauthausen (Überblick)

1250
Ersterwähnung unseres Ortes in einer Verkaufsurkunde des Klosters Volkenroda an das Kloster Reifenstein über eine Mühle mit einem dazugehörigen Gut und einer Hufe Landes.

14. Jahrhundert
Belehnung von Krauthausen an das Rittergeschlecht von Nesselröden (auch genannt: v. Nesselrieden, später: v. Nesselrodt).

15. Jahrhundert
Kauf des Gutes Lengröden durch die von Nesselröden.

16. Jahrhundert
Krauthausen muss für die Beteiligung am Bauernkrieg 30 Gulden Strafe zahlen. 1528 wird das Kirchspiel Madelungen-Krauthausen-Ütteroda gegründet. 1533 findet die erste Kirchenvisitation statt. 1573 wurde eine gemeinsame Schule für das Kirchspiel gegründet; 1575 wird das erste Schulhaus erbaut.

17. Jahrhundert
Der Dreißigjährige Krieg (1618-48) und die damit verbundenen Einquartierungen, Durchmärsche, Gewalttaten und ständig aufs neue abgepresste Kriegsleistungen lassen Land und Menschen ausbluten. Zwischen 1626 und 1636 wütet zudem auch noch die Pest in der Umgebung. Nach Ende des Krieges und der Heimsuchung durch Krankheiten und Seuchen ist ein Großteil der Bevölkerung dahingerafft worden, krank und völlig verarmt. 1662 kauft Georg Ludwig Burggraf v. Kirchberg die Hälfte von Krauthausen und Lengröden. 1692 wurde eine große Glocke für Krauthausen gegossen; sie trug die Inschrift: "Allein Gott in der Höhe sei Ehr. Gegossen anno 1692".

18. Jahrhundert
Das ehemalige Schloss Krauthausen1708 hat Krauthausen 26 Häuser und etwa 123 Einwohner. 1709 wurde der größte Teil des An- oder Umbaus am Kirchengebäude Krauthausen zum Abschluss gebracht. Um 1716 wurde das einfache Schlossgebäude fertiggestellt; über dem Portal fanden sich die Wappen des Erbauers und seiner Gattin: Johann Ernst Wilhelm von Nesselrodt sowie Christiana Antonia, geb.  von Pfuhl. 1757 richten Würzburger Truppen schwere Gewalttaten im Fürstentum Eisenach an; österreichische und Reichstruppen hausten auch in Krauthausen und Madelungen. 1762 und 1771 ereigneten sich schwere Überschwemmungen in Krauthausen. 1772 hat Krauthausen 191 Einwohner. 1799 stirbt der letzte männliche Spross des hiesigen Adels- und ehemaligen Rittergeschlechtes: Wilhelm Friedrich Leberecht v. Nesselrodt.

19. Jahrhundert
Etwa um 1810 gelangte das Rittergut Krauthausen an die Familie von Riedesel. Haus und Ländereien wurden verpachtet. Lengröden hingegen kommt in den Besitz der Treusch von Buttlar. 1819 hat Krauthausen 39 Häuser und 249 Einwohner. 1841 erwirbt die Familie Weichberger das Gut Krauthausen. 1843 wird hier der spätere Maler Eduard Weichberger geboren. 1848 verkauften die Weichbergers an den Großherzoglich-Hessischen Kammerherr Volprecht Herrmann v. Riedesel und seine Gattin Amalie. Die beiden Kinder wurden 1848 und 1850 hier geboren. 1872 wurde das Krauthäuser Gut an die Familie Eichel-Streiber verkauft, die auch die beiden größten Bauerngüter des Ortes dazukaufte und mit dem Madelunger Besitz vereinte. 1891 erfolgte der Einbau der neuen Orgel in die Kirche Krauthausen.

20. Jahrhundert
Um 1900 hat Krauthausen 50 Häuser und 258 Einwohner. 1922 wird das Denkmal auf dem Weinberg eingeweiht, das an die Gefallenen des 1. Weltkriegs erinnern soll. 1945 wird das Kirchengebäude von Artilleriegeschossen getroffen und stark beschädigt. 1946 wird das Krauthäuser Schloss abgerissen und seine Steine für neu entstehende Häuser verwendet. 1954 wurde die Leichenhalle auf dem Friedhof errichtet. 1958 wurde eine neue große Glocke für die Krauthäuser Kirche gegossen. Nach der Wiedervereinigung entsteht um 1992 das Industrie- und Gewerbegebiet Deubachshof. 1993 erfolgt der erste Spatenstich für das neue Wohngebiet "An der Struth". 1994 erfolgt der Zusammenschluss mit Pferdsdorf-Spichra und Ütteroda zur Einheitsgemeinde Krauthausen. In diesem Jahr haben Krauthausen und seine Ortsteile 1.091 Einwohner. 1995 wird das Dorfgemeinschaftshaus Krauthausen eingeweiht. Im selben Jahr erfolgt der erste Spatenstich für das zweite neue Wohngebiet "Hinter den Grubengärten". 1996 wird der neue Freizeitplatz "Hinter der Struth" eingeweiht. 

21. Jahrhundert
Seit 2002 verfügt Krauthausen über einen neuen Kindergarten namens "Zwergenschlösschen". 2007 konnte das Richtfest für das neue Dorfzentrum gefeiert werden, das 2008 fertiggestellt wurde. 2010 wurde die Teichanlage "Am Rieth" als künftiges Naherholungsgebiet fertiggestellt. 2010 lebten in Krauthausen und seinen Ortsteilen 1.631 Einwohner. Im Oktober 2015 eröffnet der Landgasthof "Weinbergschänke" unter neuer Regie.

(Quelle: Chronik Petra Dietzel, Ortschronistin Krauthausen)

Blick vom Weinberg auf die Ortsmitte von Krauthausen